Das Austrofred-Tagebuch
07.01.09, 21.44 Uhr
Villach ist zur Zeit sicher die spannendste Metropole Österreichs. Erst in meinem letzten Tagebucheintrag habe ich von einem erschütterlichen Schicksalsfall aus der Gegend berichtet, einem Pferde-Doppel-Selbstmord, und jetzt gehen die Villacher Wogen schon wieder hoch, und zwar wegen den Nichtraucher-Vorstellungen vom Villacher Fasching, wo viele sagen, sie können das herrliche Faschingstreiben vom Apotheker und vom EU-Bauer nicht genießen, wenn neben ihnen einer raucht. Nur sagen halt die anderen mit genauso gutem Recht, ohne Tschick halten sie das nicht aus. Ich bin schon gespannt, wer da wem die Reifen aufstechen wird.
Vielleicht löst sich das Problem aber von selbst, weil wenn der Putin und der andere Russe, dem sein Name mir gerade nicht einfällt, auf ihren Gasvorräten sitzen bleiben, dann gibts bis zum Faschingsdienstag eh keine gefüllten Feuerzeuge mehr. Und wenn die Menschen nicht mehr heizen können, dann ist es ihnen wahrscheinlich wurscht, ob sie sich eine heizen können oder ob neben ihnen einer eine heizt, weil ihnen der Erfrierungstod näher ist als der eingebildete passive Lungenkrebs.
Ja, das gesundheitliche Glück ist halt leidergottes teilweise ein Vogerl. Das hat jetzt auch der Sänger von originalen respektive originellen Klostertalern am eigenen, von Millionen Frauen in späteren Lebensphasen begehrten Leib erfahren müssen, weil der kann jetzt nicht beim Dancing Stars-Promitanzen mitmachen, indem er sich vor Kurzem beim Promischifahren den linken Schienbeinkopf gebrochen hat. Scheise.
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